Allgemeine Fragen

Für welche Projekte gibt es Förderungen?

Die vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Innovation, Kooperation, investitive Qualitätsverbesserung mit Beschäftigungseffekt, Energieeinsparung und Verminderung der Umweltbelastung, Mitarbeiterqualifizierung sowie Unternehmensgründung und Betriebsübernahme.

In welcher Form gibt es grundsätzlich Förderungen?

Gefördert wird durch Zuschüsse, Darlehen bzw. Kredite, Übernahme von Haftungen und Beratung.

Wann muss spätestens um eine Förderung angesucht werden?

Das unterschriebene Förderansuchen muss spätestens mit Projektbeginn bei der Förderstelle eingelangt sein (Fax vorab wird anerkannt). Als Projektbeginn gilt das Datum der ersten Rechnung oder das Datum der ersten Bestellung, der ersten Rechnung oder das Datum der ersten Lieferung/Leistung, sofern diese vor Rechnungsdatum erfolgte.
Achtung: Anzahlungen gelten auch als Projektbeginn!

Bei Qualifizierungsförderungen muss der Förderantrag vor Kursanmeldung bei der Förderstelle eingelangt sein!

Bei Restrukturierungsprojekten gilt als Projektbeginn das Datum der Unterzeichnung von Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung (z.B. Schuldenverzicht).

Welche Unterlagen werden für einen Förderantrag benötigt?

Die dem Förderansuchen beizulegenden Unterlagen sind abhängig von der Förderstelle und vom Förderprogramm. In der Regel sind folgende Formulare einzureichen:

  • Antrag zur Förderung
  • Beschreibung des österreichischen Unternehmens bzw. der Unternehmensgruppe an Hand des Geschäftsplans
  • Die Förderstelle will Ihr Unternehmen kennenlernen. Dazu hat die Förderstelle einen standardisierten Geschäftsplan entwickelt, der die wesentlichen Fragen enthält. Sollten Sie bereits über eine bestehende Unternehmensbeschreibung verfügen, so können Sie diese beilegen und um eventuell fehlende Punkte ergänzen. Beachten Sie, dass die Förderstelle auch die Verknüpfungen zu verbundenen Unternehmen bzw. die Einbettung des Unternehmens in eine Gruppe interessiert.
  • Beschreibung des geplanten ausländischen Unternehmens (Investitionsprojekt) an Hand des Geschäftsplans. Mit dem Geschäftsplan soll eine systematische Projektbeschreibung erfolgen. Haben Sie bereits einen eigenen Projektplan oder eine Feasibility Studie, so können Sie auch diesen beilegen und nur um eventuell fehlende Punkte ergänzen. Feasibility Studien durch externe Berater können im Rahmen des Studienfonds gefördert werden.
    Bitte beachten Sie, dass zu einer Projektbeschreibung auch eine Plan-Bilanz bzw. Plan-Gewinn- und Verlustrechnung gehören.
  • Jahresabschlüsse der letzten zwei Jahre. Die Förderstelle benötigt die Jahresabschlüsse des Unternehmens das sich für die Förderung bewirbt – auch die Jahresabschlüsse aller anderen Unternehmen in der Unternehmensgruppe. Handelt es sich bei dem Projekt um eine Übernahme eines bereits bestehenden Unternehmens ersucht die Förderstelle Sie um die Beilage der letzten Jahresabschlüsse des Unternehmens.
  • Kopie des Gesellschaftsvertrages und Firmenbuchauszug.

Die Förderstelle benötigt Unterlagen, um die formalen Kriterien zu überprüfen bzw. um eine gültiges Garantieanbot auszustellen.

  • Gesellschaftsvertrag des ausländischen Unternehmens bzw. dessen Entwurf
  • Informationen zu einem etwaigen Partner am ausländischen Unternehmen
  • Ausführliche Bonitätsbeschreibung des kreditgewährenden Institutes
    Bei Anträgen auf Finanzierungsgarantie benötigt die Förderstelle von der finanzierenden Bank eine ausführliche Bonitätsbeschreibung (Minimumanforderung Bonitätsblatt)
  • Vorgesehene Tilgungspläne

Was mache ich, wenn mir zu wenig Zeit bleibt, um die erforderlichen Unterlagen für ein Förderansuchen bereitzustellen?

Es genügt, wenn ein unterschriebener Antrag zur Förderung mit den Unternehmensdaten, Projekteckdaten vor Projektbeginn an die Förderstelle gefaxt wird.

Was ist ein Businessplan und woraus besteht dieser?

Der Businessplan ist ein Geschäftsplan des kapitalsuchenden Unternehmens in dem Ziele, Strategie und Vorhaben aufgeführt und quantifiziert werden.
Die Bestandteile des Businessplans sind:

  • Beschreibung des Unternehmens und des Managements
    Hier sollten Rechtsform, Eigentumsverhältnisse, wesentliche Beteiligungen der Gesellschafter und Konzernverhältnisse zusammengeführt werden.
    Weiters sollte die Beschreibung, das Management und die Schlüsselkräfte sowie eine Bilanz und GuV der letzten drei Geschäftsjahre beinhalten.
  • Unternehmensgegenstand
    Neben einer Produktbeschreibung sollten Sie unbedingt darauf eingehen, was Ihr Produkt/Dienstleistung genau von den anderen unterscheidet und welche Eigenschaften den Wettbewerbsvorteil sichern.
    Beschreiben Sie die Produktionsprozesse, Kapazitäten, notwendiges Personal sowie zugrunde liegende Technologien und Techniken. An dieser Stelle müssen auch etwaige Lizenzen oder Patente erwähnt werden.
  • Darstellung des Marktes
    Qualitative und quantitative Aussagen über Marktgröße und -volumen, aber auch Zukunftstrends sowie die Vertriebsstrategie (Vertriebskanäle, preisliche Positionierung, Kommunikation) sollte man hier wieder finden.
  • Beschreibung des Projekts samt Umsetzungsplan
    Die wesentlichen Punkte sind hier: Zielsetzung des Projekts, Darstellung der Projektkosten, geplanter Kapitalbedarf samt Darstellung der geplanten Finanzierungsstruktur.
    Eine Planrechnung sollte sich auf die kommenden drei bis fünf Jahre erstrecken. Setzten Sie Meilensteine, um die Zielerreichung messen zu können.
  • Planung
    die Planung soll eine 3-Jahresplanung, Investitionsplanung, Finanzplanung sowie Personalplanung enthalten.
  • SWOT-Analyse
    Die Stärken, Schwächen, Chancen und Risken Ihres wirtschaftlichen Umfelds.